Kulturkalender

<<  April 2010  >>
 M  T  W  T  F  S  S 
   
  
Banner

Lanzarote erleben

Fiesta und Folklore

Fiesta ist für canarios kein unbekanntes Wort. Auf den Kanarischen Inseln wird mehr gefeiert als andernorts. Während der Feste und Feiertage sind viele unterwegs, sind die Flüge und Schiffspassagen zwischen den Inseln ausgebucht. Die Anzahl der kirchlichen ­Feiertage (katholisch) entspricht zwar in etwa jenen mitteleuropäischer Gegenden, doch hinzu kommen die Feste der Ortsheiligen. Auf Lanzarote löst den ganzen Sommer über eine Fiesta die andere ab:

 

15. Mai Uga

24. Mai Montaña Blanca

13. Juni Güime

24. Juni Haría

29. Juni Máguez

07. Juli Femés (San Marcial del Rubicón, Inselpatron)

16. Juli Teguise; Puerto del Carmen; Tías, Famara, Playa Blanca

24. August San Bartolomé

25. August Arrecife (San Ginés)

30. August Haría (Santa Rosa)

08. September Yaiza (Virgen de los Remedios)

14. September Guatiza

15. September Mancha Blanca (Tinajo)

30. November Tao

04. Dezember Máguez

24. Dezember Teguise (Fiesta de Rancho de Pascua)

 

Angegeben wurden bei der obenstehenden Tabelle die Haupttage der Fiesta. Zu jeder Fiesta werden in Bars und Supermärkten gedruckte Programme ausgehängt.

Dorffeste haben religiösen und folk­loristischen Charakter, entwickelten sich aber in den meisten Fällen zu einer Art Kirmes mit Autoscooter, Schießbuden und Würstchenstand. Je kleiner das Dorf, desto ursprünglicher die Fiesta, die nur einen Haupttag kennt, aber etwa zwei Wochen zuvor beginnt. Die Lanzaroteños tanzen gerne lang, bis morgens um 6 Uhr. Bei den größeren Festen treten Sänger, Humoristen und Showgirls auf. Abgeschlossen werden die Fiestas mit einem (manchmal sehenswerten) Feuerwerk und dem asadero, einem gemeinsamen Sardinenessen, an dem die Bewohner des Dorfes und der Umgebung teilnehmen. An vielen kleinen Feuern, am Boden sitzend, grillen sie Fische. Traditionsgemäß werden die Sardinen von den Fischern, der Wein von den Reichen des Dorfes gestiftet. Heute übernimmt diese Aufgabe auch das Bürgermeisteramt.

Weihnachten hat nicht den gleichen Stellenwert wie bei uns. Am 24.12. arbeiten die canarios bis abends. Sie gehen in die Christmette, aber feiern den Heiligen Abend wie Neujahr und kennen nur einen Weihnachtsfeiertag. Neujahr wird auf der Straße begossen, laut geht es her, um Mitternacht werden traditionsgemäß die uvas de la suerte (Glückstrauben) gegessen, für jeden Glockenschlag eine.

Der wichtigste Feiertag auf den Kanarischen Inseln ist Los Reyes, das Dreikönigsfest. Am Vortag, dem 5. Januar, passieren die drei Könige auf Kamelen in einem Festzug über die Dörfer und verteilen Karamellen. An diesem Tag gibt es die Weihnachtsgeschenke.

Der kanarische Karneval ist dem Karneval in Rio de Janeiro vergleichbar. Ostern, La Semana Santa, ziehen Prozessionen durch die geschmückten Straßen. Fronleichnam (Corpus Christi) ist für den Betrachter ein reizvolles Fest. Die Straßen mancher Orte werden mit Salzteppichen geschmückt. Weil Blütenblätter rar sind, färben die Kanarier Meersalz ein und „legen“ kunstvoll gearbeitete Teppiche aus, mit Bildern und Ornamenten gestaltet, von großer Farbenpracht.

In Tänzen und Liedern erzählen sie Volksgeschichte, begleitet von Gitarre, Mandoline, Laute und timple. Die timple, das vorherrschende folkloristische Instrument. Sie wird in Teguise gebaut. Teilweise ist die Tonfolge der kanarischen Lieder und Weisen orientalisch. Es gibt folkloristische Aufführungen für Touristen. Dadurch wird die Tradition auch erhalten, die, bedingt durch die modernen Medien, in den Hintergrund gerät.

 

Konsulatssprechtag auf Lanzarote:

15. Februar 2011, 09.00 - 12.00 Uhr,

jeweils im Hotel Los Jameos Playa, Puerto del Carmen

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, jedoch bei komplexeren Sachverhalten wie z.B. Geburtsanzeigen, Namenserklärungen, Erbschaftsfragen empfehlenswert. Anträge auf Ausstellung biometrischer Reisepässe (ePass) können bei den Konsularsprechtagen nicht entgegengenommen werden.

 

Konsulatssprechtag auf Lanzarote:

15. Februar 2011, 09.00 - 12.00 Uhr,

jeweils im Hotel Los Jameos Playa, Puerto del Carmen

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, jedoch bei komplexeren Sachverhalten wie z.B. Geburtsanzeigen, Namenserklärungen, Erbschaftsfragen empfehlenswert. Anträge auf Ausstellung biometrischer Reisepässe (ePass) können bei den Konsularsprechtagen nicht entgegengenommen werden.

 

Fast alle größeren Hotels und manche Apartmentanlagen verfügen über Sporteinrichtungen. Es gibt Tennisplätze, zum Teil mit Flutlicht, und Squash­hallen, Volleyballplätze und Bow­lingbahnen. Sie können Tischtennis spielen und Minigolf, Fahrräder mieten und drachenfliegen, reiten, klettern und Golf spielen, darten und bogenschießen. Am stärksten betrieben werden natürlich die Wassersportarten:

Hochseeangeln: Sie können an Hochseeangelfahrten teilnehmen. Gejagt werden Thunfische, Bonitos, Barrakudas, Haie, Marlin und Wahoo. Die begehrteste Trophäe ist der Schwertfisch. Erkundigen Sie sich bitte an der Rezeption Ihrer Unterkunft.

Segeln: Wenn Sie ein Segelboot mieten wollen, dann wenden Sie sich an Catlanza im ­Puerto Calero. Tel. 928 51 30 22, Fax 928 51 10 01.

Surfen: Die kanarischen Ge­wässer sind bekannt als gutes Surfrevier. Surfschulen gibt es an der Costa Teguise am Playa de las Cucharas, in Puerto del Carmen an der Playa de Matagorda und an der Playa Blanca. Ideal zum Surfenlernen ist die Sportanlage La Santa, die über einen Binnensee verfügt.

Tauchen: Tauchbasen, die von Tauchschulen unterhalten werden, gibt es an der Costa ­Teguise, in Arrieta, La Santa, ­Puerto del Carmen, Puerto Calero, Playa Quemada und Playa Blanca. Wer auf eigene Faust taucht, sollte sich zuerst über die Strömungsverhältnisse informieren. Die Unterwasserjagd ist nicht an allen Küstenstrichen gestattet, mit Flasche und Preß­luftharpune gänzlich verboten. Jagen dürfen Sie nur mit Schnorchel und Gummizugharpune. Mit Vorsicht zu genießen ist die Blasenqualle, die im Sommer manchmal an die Küsten kommt. Von ihren 6–7 Zentimeter langen Nessel­fäden geht bei Berührung eine ätzende Wirkung aus. Sie kann Lähmungserscheinungen hervorrufen. Einheimische behandeln solche Ver­bren­nun­gen mit Knoblauch- und Zwiebelsaft. ­Hüten sollte man sich noch vor der Mu­räne, deren Blut und Bisse giftig sind. Gefährliche Haie kommen in Küsten­nähe nicht vor. Spannend zu beobachten ist der Nagelrochen. Seine Spannweite kann 2,5 Meter erreichen.

Wellenreiten: Für Wellenreiter herrschen gute Bedingungen an der Nordküste Lanzarotes, bei La Santa, der Playa de Famara und an der Playa de la ­Cantería bei Orzola. An der ­Ostküste ist lediglich die Küste zwischen Punta de Mujeres und Los Jameos del Agua nennenswert.

Die Gruppe ECONATURA bietet ein umfangreiches Abenteuer-, Sport- und Freizeitangebot, dabei werden Sie von gut ausgebildeten jungen Leuten begleitet. Wertgelegt wird dabei auf einen aktiven Tourismus, der gleichzeitig umweltfreundlich ist. Teilnehmen können Sie an folgenden Aktivitäten: Wandern, Kayakfahren, Bogenschie­ßen, Sportfischen, Mountain­bikefahren, Klettern, Rei­ten, etc. ECONATURA, an der Hauptstraße zwischen Mala und Arrieta, Tel. 928 17 31 06.

Kanarische Sportarten: Die Kanarier lieben das Fußballspiel und Vela Latina. Auf La Palma hat sich eine Art Stabhochsprung ­erhalten, der salto del regatón. Von ­Gomera abgesehen, ist auf allen Inseln die lucha canaria, der Kanarische Ringkampf, verbreitet.

Lucha canaria: Die lucha canaria erinnert ein wenig an den keltischen Ringkampf, soll aber in ihrer Form nur auf den Kanaren bestritten werden. Anderen Quellen zufolge soll sie auch in Ägypten ausgeübt worden sein. Zumindest sieht man Parallelen in den Reliefs von Beni Hassan, wo Situationen eines Zweikampfes abgebildet sind. Es ist ein typischer Kampf der Altkanarier, die auf ihren Festen ihre Kräfte maßen. Bis heute ist das so geblieben. Auf jeder fiesta, den typischen Dorffesten, wird die lucha canaria ausgetragen, wird ein Kampfplatz, der terrero, bereitet. Der terrero ist ein Doppelring mit festgestampfter Erde oder ausgelegten Sägespänen. Der Innenring mißt 10, der Außenring 11 Meter. Die Ringer werden pollos (Kampfhähne) genannt und, sofern sie erfolgreich sind, gefeiert wie bei uns Fußballstars. Sie tragen ein dünnes Hemd und eine kurze Hose aus Leinen, deren Beine nach oben gerollt werden. Dort hält sich der Gegner fest. Die pollos kämpfen barfuß. Der Kampf ist fair, was schon das Eingangsritual zeigt. Eine Mannschaft zählt elf Kämpfer. Ge­kämpft werden höchstens drei Runden, jede Runde dauert längstens drei Minuten. Wer den Gegner zweimal wirft, hat gewonnen. Dies muß innerhalb des Innenrings geschehen oder zwischen ­Innen- und Außenring, vorausgesetzt, der Gewinnende bleibt dabei im Innenring. Der Sieger kann bis zu dreimal weiterkämpfen. Jeder Kämpfer muß gegen jeden der gegnerischen Mannschaft antreten. Die Besten beherrschen alle 43 erlaubten Griffe, Anfänger müssen fünf Griffe beherrschen.

Stockspiel: Das Stockspiel ist ebenfalls von den Altkanariern überliefert. Ziel der Stockkämpfer war früher, sich gegen Angreifer erfolgreich wehren zu können, ohne den Gegner töten oder ernsthaft verletzen zu müssen. Man unterscheidet zwei Spielarten. Das Fechten mit biegsamen Ruten, den ­varas, und das Fechten mit den palos, den derben, langen Stöcken. Die Spieler dürfen ihre Füße nicht vom Platz rühren, können die Schläge also nur parieren oder ihnen mit dem Oberkörper ausweichen. Bei den Kämpfen mit den Stöcken soll der Kämpfer seinen Körper so wenig wie möglich bewegen. Mit der Rute kämpfen nur Männer, bei den Stockkämpfen gibt es auch Begegnungen zwischen Mann und Frau.

 

CATRIONA MORRISON UND ENEKO LLANOS GEWINNEN DEN IRONMAN 2010 VON LANZAROTE

 

Die Tourismusrätin der Kanarischen Regierung, Rita Martín, gab den Startschuß für die 1.405 Teilnehmer des Triathlons. Der Ironman Lanzarote gehört zu einem der schönsten und schwierigsten Wettbewerbe weltweit.

Die Schottin Catriona Morrison war die große Protagonistin dieses Wettbewerbs. Obwohl sie durch einen Reifenschaden 40 Minuten verlor, erreichte sie nach 10 Stunden, 3 Minuten und 52 Sekunden als Erste das Ziel. Den zweiten Platz gewann Louise Collins, Dritte wurde Nicole Woysch.

Die Diziplin der Männer gewann der Spanier Eneko Llanos nach einem heftigen Wettkampf im Marathon mit dem Vorjahressieger Bert Jammaer. Dritter auf dem Siegertreppchen wurde der Deutsche Maik Twelsick. (25.05.10/LoBo)

 

UNTERWEGS MIT KINDERN

Kinder, die Sonne, Sand und das Meer lieben, haben es gut auf Lanzarote. Die Papagayo-Strände, die Strände vor Puerto del Carmen, Los Pocillos und Matagorda, die Playa Flamingo, die Playa Dorada und die Playa Blanca in Playa Blanca sind für Kinder und Kleinkinder besonders geeignet. Dort gibt es helle, weite Sandstrände und das Wasser ist am Ufer relativ flach. Von den Papagayo-Stränden abgesehen haben Sie an diesen Stränden reichliche Einkehrmöglichkeiten und Schattenplätze. Ärzte raten immer wieder davon ab, Kinder zu lange der Sonne ­auszusetzen, vor allen Dingen niemals nackt und nie ohne Kopfbedeckung. Durch den erfrischenden Passatwind wird die Intensität der Sonne leicht unterschätzt.

In beinahe allen Hotels sind Kinder gerne gesehen, es stehen Spiele und Spielplätze zur Verfügung und die Kleinen werden mit kindergerechten Animationsprogrammen beschäftigt.

Für Kinder besonders interessant:

Agua Lanza ist ein Schwimm­paradies mit vielen verschiedenen Wasserrutschen. Es liegt unterhalb des Golfplatzes an der Costa Teguise. Täglich geöffnet von 10–17 Uhr.

Mit dem Aquascope können Sie aufs Meer hinausfahren und die Unterwasserwelt beobachten. Diese Boote sind sicher und klimatisiert. Jeweils ein Aqua­scope verkehrt vom Hafen ­von Puerto del Carmen und Playa Blanca aus. Ab 10 Uhr jede halbe Stunde eine Rundfahrt.

Das Castillo de Santa Bárbara oberhalb von Teguise ist eine echte Burg mit Zugbrücke. Hier ist das Auswanderermuseum ­untergebracht. Geöffnet 10–17, Sa und So bis 16 Uhr.

Auch ein Rundgang durch eine Höhle wird Ihre Kinder begeistern. Die Cueva de los Verdes nördlich von Punta de Mujeres ist geöffnet von 10–18 Uhr.

Auf dem Weg von Yaiza in die Feuerberge gelangen Sie zu erst an den Timanfaya. Hier kann die ganze Familie auf Dromedaren den Berg hochreiten.

Verbringen Sie doch einen Tag auf dem „Piratenschiff“ ­Marea Errota, einem zweimastigen Holzschoner von 24 Meter Länge. Bei den Piratenspielen werden Sie und Ihre Kinder viel Spaß haben. Selbstverständlich werden Sie an Bord auch verpflegt und ein kostenloser Zubringerdienst holt Sie von Ihrem Hotel ab und bringt Sie nach Playa Blanca zur Marea Errota. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre Hotel- oder Apartmentrezeption.

Das Museo Agrícola El Patio in Tiagua ist ebenfalls ein idealer Ort für Familien mit ­Kindern. Auf diesem großen Gelände mit den typischen Tieren eines Lanzaroter Bauernhofes, können Sie Ihre Kinder in Ruhe spielen lassen, während Sie sich beispielsweise bei exzellentem Wein und Ziegenkäse erholen können. Außerdem gibt es in diesem Heimatmuseum eine Menge über die Lebens- und Arbeitsgewohnheiten der Lanzaroteños zu sehen. Geöffnet Mo–Fr. 10–17.30, Sa 10 bis 14.30 Uhr. Sonntags geschlossen.

Ponyreiten können Ihre Kinder bei Rancho Texas in ­Puerto del Carmen und bei Lan­zarote a Caballo zwischen Uga und Mácher. Beide Reitställe haben dieselben Öffnungszeiten: Täglich geöffnet im Winter von 10–14 und 16–19 Uhr, im Sommer von 10–14 und 17–20 Uhr. Weitere Informationen erhalten Sie an der Rezeption Ihrer Unterkunft.

Wenn Sie Ihren Kindern radfahrende Papageien zeigen wollen, dann statten Sie doch dem Parque Tropical in Guinate einen Besuch ab. Dieser exotische Vogelpark beherbergt über 300 verschiedene Vogelarten. Geöffnet täglich von 10–17 Uhr.

Im Puerto Calero, einem der schönsten Yachthäfen der Ka­narischen Inseln, gibt es große Yachten zu sehen und Sie können U-Boot fahren. Die Submarine Safaris bieten einen Tauchausflug an, der Sie auf eine Tiefe von 25–30 Metern bringt. Getaucht wird täglich von 9–19 Uhr. Weitere Informationen bekommen Sie direkt am Hafen im Büro von Submarine Safaris.

Unser Lesetip für Kinder:

FRAU LIESE. Ein Bilderbuch für Kinder von 3–99 Jahren. Es erzählt die Geschichte eines Hundes, der am Meer wohnt.